FEATURED
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Von Kreisliga bis Champions League

Infos zu Doping im Fußball gibt es in einem Wald in Österreich. In Laakirchen, 80 Kilometer östlich von Salzburg, im Heimatdorf des Dopingdealers Stefan Matschiner. „Fußball ist ein Einzelsport, da kämpft jeder für sich“, sagt … Weiterlesen

Fuentes bietet sein Wissen feil

Der spanische Dopingdoktor Eufemiano Fuentes will offenbar Kasse machen. Möglicher Nebeneffekt: Es könnten schmutzige Details über zahlreiche gedopte Sportler an die Öffentlichkeit kommen. Darunter: Der Fußball.

Der Guardian berichtete gestern Abend online, dass Fuentes sein Wissen über das Doping im Weltsport zum Kauf anbietet. Nachdem mehrere Medien Fuentes zuvor Geld für Infos angeboten haben sollen, dreht der spanische Gynäkologe den Spieß nun offenbar um. Der Guardian schreibt, dass Fuentes’ Anwälte eine Liste mit Themen an verschiedene Medien geschickt hätten. Weiterlesen

Blutkontrollen wohl noch 2013 – aber spärlich

Hier könnten sich verstecken: CERA, Wachstumshormon, Fremdblut. // ddp

Der deutsche Fußball hat sich offenbar endlich dazu entschlossen, Blutkontrollen einzuführen. Die Dichte der Kontrollen wird der Süddeutschen Zeitung zufolge aber sehr gering sein. Immerhin, ein erster Schritt.

Noch in diesem Jahr soll es Blutkontrollen im deutschen Fußball geben. Das berichten Johannes Aumüller und Thomas Kistner heute in der Süddeutschen Zeitung (noch nicht online). In Italien und England gibt es Bluttests schon länger. Das ist wichtig, weil viele Dopingmittel nur im Blut zu finden sind. Der deutsche Fußball Bund wollte bisher davon nichts wissen. Dabei verlangt die WADA mittlerweile, dass der Anteil der Blutkontrollen in naher Zukunft auf 10 Prozent steigt. Wir hatten mehrfach darüber berichtet. Weiterlesen

[Update] Nominiert: Grimme Online Award

Wir sind für den Grimme Online Award nominiert. Aus 1600 Vorschlägen sind 28 Angebote nominiert, maximal acht werden am Ende ausgezeichnet. Mit Eurer Stimme könnt Ihr uns helfen.

Unsere Seite ist in der Kategorie Information nominiert. Wir zitieren mal aus der Beschreibung der Kategorie:

Der Grimme Online Award Information zeichnet herausragende Beiträge aus, die demonstrieren, wie das Internet oder Apps für aktuelle Formen des Online-Journalismus und der Informationsvermittlung, für vertiefende Analysen und Reportagen, aber auch für publizistische Kritik und Kontrolle oder publizistisch relevante Service-Leistungen eingesetzt werden können.

Die von der Jury gekürten Preisträger werden am 21. Juni in Köln bekannt gegeben. Bis dahin können alle für den Publikumspreis abstimmen. Die nominierte Seite mit den meisten Stimmen wird ebenfalls mit einem Preis ausgezeichnet. Den Link zur Abstimmung gibt’s bald auf der Seite des Grimme Instituts. Also: Weitersagen.

Wir sind im Moment in Düsseldorf bei einer Gesprächsrunde im Grimme-Institut und ergänzen hier später noch ein paar Infos. Danke der Nominierungskommission, aber ganz besonders allen Besuchern dieser Seite: für’s Lesen, für konstruktive Kommentare, für Hinweise per Mail, Facebook und Twitter. Das macht die Seite aus.

[Update 15.27 Uhr] Danke für die vielen Glückwünsche auf Twitter, bei Facebook und per Mail. Die Presserunde ist vorbei, das Grimme-Institut stellt uns wie folgt vor:

In seinem Blog “fussballdoping.de” hat sich der Journalist Daniel Drepper einem Thema verschrieben, das es eigentlich gar nicht gibt: dem Doping im Fußball. Immer aktuell liefert er Hintergründe zu einzelnen Dopingfällen, berichtet von Prozessen und beschreibt die möglichen Methoden und Medikamente. “fussballdoping.de” ist ein Projekt der WAZ-Rechercheredaktion, über deren anonyme Uploadfunktion auch Nutzer Informationen oder Dokumente zur Berichterstattung beisteuern können.

[Update II, 16.20 Uhr: Hier kann für uns abgestimmt werden!]

Vielen Dank!

Falls jemand uns helfen anonym Informationen los werden möchte: Wir haben auch eine verschlüsselte Upload-Plattform, der Absender kann weder von uns noch von sonst irgendjemandem zurückverfolgt werden.

Deutschlandfunk über Doping im Fußball

// CC-BY-SA von playthegame.org

Ein mildes Urteil gegen Eufemiano Fuentes, zwei deutsche Teams im Finale der Champions Leauge: Im Moment sind die Nachrichten voll von Doping und Fußball. Der Deutschlandfunk hat die beiden Themen – also Doping und Fußball – zusammengebracht. Deshalb hier eine kurze Empfehlung.

Der Mainzer Sportwissenschaftler Perikles Simon sagt im Interview mit dem Deutschlandfunk:

Gerade dieser Aspekt des Multitalents, dass die gleichzeitig sprinten können müssen, dass sie wendig sein müssen, dass sie ein Auge für den Ball haben, das limitiert einfach die Qualität bezüglich der Grundlagenausdauer. Und wenn Sie dann moderne Spielsysteme spielen wollen, in denen sich die Spieler parallel bewegen, in denen keiner dieser zehn Feldspieler wirklich konditionell hinter den anderen zurücksteht, denn das bedeutet ja eine Schwäche, wo der Gegner eingreifen kann, dann brauchen Sie ein so homogen hohes Ausdauerniveau, wie Sie es wirklich durch Training alleine nur ganz schwer erreichen.

Und später: Weiterlesen

Hinter der Fassade von Müller-Wohlfahrt

Die Medien feiern ihn als erfolgreichen Wunderheiler, als den Arzt, dem die Promis vertrauen. Bastian Schweinsteiger, Usain Bolt und Bono gehören zu seinen Kunden: Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt ist der wohl bekannteste Sportarzt der Welt. Seit 1977 betreut er den FC Bayern München, seit 1995 die Fußball-Nationalmannschaft. Doch schaut man hinter die Fassade, stumpft der Glanz ab: Müller-Wohlfahrts Weg begleiten wirtschaftliche Fehlschläge. Zwei Firmen, die Müller-Wohlfahrts Namen tragen, sind bilanziell überschuldet. Nach Recherchen der WAZ-Mediengruppe ist Müller-Wohlfahrt mit seiner Praxis im Alten Hof in München nur Mieter. Die pompösen Räume und Geräte mietet Müller-Wohlfahrt von Fußball-Mäzen Dietmar Hopp.

Die Geschichte über Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt habe ich gemeinsam mit Jonathan Sachse geschrieben, die komplette Story gibt es im Rechercheblog der WAZ. Wir bleiben dran und recherchieren weiter zu Müller-Wohlfahrt, zu Dietmar Hopp und zu geschäftlichen Verbindungen im Fußball. Aber auch zu Müller-Wohlfahrts Arbeit als Sportmediziner. Haben Sie Informationen oder Hinweise? Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an. Gerne können Sie uns auch anonym benachrichtigen, über unsere verschlüsselte Upload-Plattform. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Blutbehandlung in der Bundesliga

Im deutschen, englischen und auch im norwegischen Fußball scheint die Behandlung mit eigenem Blut weit verbreitet zu sein. Die Methode nennt sich PRP – Platelet-Rich-Plasma-Therapie. Sie soll dabei helfen, schneller zu regenerieren und Verletzungen auszukurieren. Die WADA hat die Methode 2011 von der Dopingliste genommen. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch, dass die Methode leistungssteigernde Wirkung haben könnte. Weiterlesen

Frank de Boer und das Nandrolon

Frank de Boer, heute Trainer. // Greg Tee via flickr.com unter CC-BY-SA

Frank de Boer, Jaap Stam, Edgar Davids: Die drei Niederländer verbindet eine positive Dopingprobe, Anfang des Jahrtausends, jeweils Nandrolon. De Boer äußerte sich Anfang der Woche noch einmal im niederländischen Fernsehen. Ein Gastbeitrag von Francois Duchateau.

Ajax-Trainer Frank de Boer hat in einem TV-Interview erneut Stellung zu den möglichen Ursachen seiner positiven Dopingprobe aus dem Jahre 2001 bezogen. Vitaminpillen des niederländischen Fußballverbandes KNVB habe er nach den Vorfall nie mehr angerührt. Diese hatten jedoch keine Schuld am den erhöhten Nandrolon-Wert des damaligen Barcelona-Spielers.

Frank de Boer wird oft als der “holländische Guardiola” bezeichnet und in der Tat bestehen viele Parallelen zwischen dem 112-fachen niederländischen Nationalspieler und dem zukünftigen Bayern-Trainer, nicht nur viele (auch gemeinsame) Jahre im Trikot des FC Barcelona. Beide gewannen als Spieler Europapokale, trainierten unter Louis van Gaal und verehren die Cruijff’sche Fußballphilosophie. Auf Anhieb sammelten die Musterschüler mit ihrer von 4-3-3 und Jugendwahn geprägten Handschrift Titel bei ihrer ersten Station als Chefcoach, doch in beiden Lebensläufen stößt derselbe schwarze Fleck auf: Wie bei zahlreichen Stars zu der Zeit wurden sowohl Pep Guardiola, als auch Frank de Boer positiv auf Nandrolon getestet Weiterlesen

FIFA-Dopingkampf: Mehr Schein als Sein

Die FIFA hat auf die Diskussionen um Doping-Arzt Fuentes reagiert. Mit einem Pressetermin, der aufwärmt, was längst bekannt war. Die WADA lobt die FIFA. Dabei hat deren Anti-Doping-Kampf große Lücken.

FIFA-Chef und Fußball-König Sepp Blatter hat sich am Donnerstag zum Händeschütteln mit John Fahey getroffen, dem Präsidenten der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. Am Ende verschickte die FIFA eine Pressemitteilung. Damit bescheinigte sie sich selbst – mit Hilfe von Fahey – einen großartigen Kampf gegen Doping. Einige Medien griffen die Selbstbeweihräucherung der FIFA auf. Dabei steht in der Mitteilung kein Satz mit Neuigkeitswert, die Pläne der FIFA sind lange bekannt. Und ob sie tatsächlich so toll sind, sei dahingestellt.

“Neuerungen” waren schon lange bekannt
Jiri Dvorak ist gemeinsam mit Michel D’Hooghe Chefmediziner der FIFA. Dvorak kündigte schon im vergangenen Sommer im Interview mit fussballdoping ein biologisches Profil an für den Confed-Cup 2013 und die WM 2014. Er beschrieb exakt das System, dass die FIFA jetzt als Neuerung preist. Weiterlesen

Arsène Wenger fordert Blutkontrollen

Nicht beschriftete Tabletten, Injektionen, Depressionen nach einem großen Wettkampf: Ex-Nationalspieler Danny Mills erzählt im englischen Telegraph von seiner Karriere in der englischen Nationalmannschaft. Ein lesenswerter Text.

“Das Spiel hat mittlerweile eine so hohe Intensität, dass du in der Lage sein musst, als Top-Athlet auf dem höchsten Level zu bestehen. Also würdest du fast alles dafür tun, um mitzuhalten.”

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Doping für Spaniens Fußballer

Xabi Alonso (im Vordergrund mit Bart) ist heute Stammspieler bei Real und in der spanischen Nationalmannschaft. Als Alonso für San Sebastian spielte, kaufte der Verein offenbar Dopingmittel für hunderttausende Euro.

Die Dopingspur führt bis ganz nach oben, bis hinauf in die Spitze des spanischen Fußballverbandes, bis zu José Luis Astiazarán. Der ist seit 2005 Präsident der spanischen Fußballliga LFP und Vizepräsident des spanischen Fußballverbandes. In seiner Zeit als Präsident von Real Sociedad San Sebastian soll er Dopingmittel bei Eufemiano Fuentes gekauft haben. Das berichtet die spanische Zeitung El Pais und belegt es mit Dokumenten. San Sebastian ist kein Provinzklub: Xabi Alonso reifte in der Dopingzeit des Vereins hier zum Weltstar. Jetzt ermittelt die Welt-Anti-Doping Agentur WADA.

Der spanische Erstligist San Sebastian hat von Eufemiano Fuentes jahrelang Dopingmittel bekommen. Gestern hatten Aussagen von Ex-Vereinspräsident Inaki Baldiola die Runde gemacht: Sein Verein habe von 2001 bis 2008 Dopingmittel bestellt und bis zu 342.000 Euro im Jahr aus einer schwarzen Kasse dafür bezahlt. Auch wir hatten darüber berichtet, hier gibt es nochmal ein Original-Video auf dem die Verantwortlichen 2008 über die aufgedeckten Zahlungen sprechen.

Heute hat nun die spanische Zeitung El Pais Dokumente veröffentlicht, welche die Doping-Verbindungen zwischen San Sebastian und Fuentes belegen. Dort ist das auch schon gestern angesprochene Kürzel “R.Soc” für Real Sociedad (San Sebastian) zu finden. Weiterlesen